Unternehmensschädliche Politik?
Wie wichtig sind Unternehmen für ein Land? Eine simple Frage mit einem interessanten Hintergrund.
Laut statistischem Bundesamt gab es folgende Aufstellung über die Anzahl von Unternehmen im Jahre 2004:
Einzelunternehmen: 2.060.000
GmbH: 452.955
OHG: 259.275
KG und co. KG: 116.630
AG: 7.190
Öffentliche Betriebe: 6.025
eG: 5.470
Sonstige: 45.490
Zusammen: 2.953.035

Dieser Stand ist von 2004. Heute dürften noch einige dazugekommen sein. Insbesondere EInzelunternehmen haben im Jahr 2007 zugenommen. betrachten wir aber mal die Zahlen. Fast drei Miliionen Unternehmen sind in Deutschland tätig. Aufgeteilt auf 80.000.000 Bewohner sind im Durchschnitt 26-27 Personen in einer Firma beschäftigt. Ein Unternehmer finanziert also durchschnittlich sich selbst und 25 weitere Mitarbeiter. Und hier haben wir auch schon den Stellenwert eines Unternehmens. Jedes Unternehmen bringt 25 Menschen finanziell über den Monat. Die Arbeitslosen kann man als “fiktive” Mitarbeiter hinzunehmen. Bei einer Quote von 3.000.000 Arbeitslosen bringt ein Unternehmer jeweils einen Arbeitslosen über Lohnnebenkosten durch. Jedes Unternehmen hat also im Schnitt 24 Mitarbeiter, einen Arbeitslosen und den Unternehmer selbst.
Schadet die Politik nun einem Unternehmer, so schadet die Politik gleichzeitig 26 Personen.
Umweltpolitik
In den letzten Jahren wurden CO2-Verschmutzungsrechte an Unternehmen ausgegeben. Der Staat hat geregelt, das eine bestimmte Menge CO2-Ausstoß pro Jahr erlaubt sind. Diese Rechte werden auf alle Unternehmen in sogenannten Emissionsrechten aufgeteilt. Das dazugehörige Gesetz heißt “Zuteilungsgesetz für Emissionsrechte”.
Seit diesem Jahr 2008 muss die Industrie für diese Emissionsrechte bezahlen. Dies gilt insbesondere für Kraftwerke. Die Kraftwerke der Versorger gelten als Hauptverursacher des Treibhausgasausstoß. Während die übrige Industrie - etwa Chemie, Zement und Stahl - 98,75 der nötigen Zertifikate weiterhin gratis erhält, wird vor allem bei den Stromversorgern gekürzt.
Das Resultat sind Mehrkosten für die Stromverbraucher. Daher erwartet uns in diesem Jahr eine weitere Erhöhung des Strompreises.
Weitere Ökopolitik wird nun in Kommunen gemacht. Sogenannte Umweltzonen werden in Städten eingerichtet. Jedes Fahrzeug benötigt nu eine weitere Plakette: Die Ökoplakette. Nur wer die Grüne Plakette erhält, darf mit seinem Fahrzeug die Ökozone befahren, alle anderen müssen das Auto vor der Stadt lassen. Köln hat als eine der ersten Städte bereits die Umweltzone durchgesetzt. Düsseldorf folgt In der zweiten Jahreshälfte.
Folgen für Privatleute und Unternehmen
Energie und Umwelt kosten uns derzeit richtig viel. Wer noch einen etwas älteren Diesel fährt und keinen Feinstaubfilter hat, muss draußen bleiben. Gerade Menschen, die beruflich auf das Fahrzeug angewiesen sind, haben da schlechte Karten: Es muss ein neuer Wagen her, oder ein teurer Umbau erfolgen. Für viele Privatleute und Unternehmer ist dies ein Schock. Die Flexibilität, die ein Fahrzeug normalerweise bietet wird nun seitens der Kommunen stark eingeschränkt. Es entsteht der Zwang ein neues Fahrzeug zu erwerben. Darüber hinaus geht ein massiver Wertverlust des alten Fahrzeugs einher. Wer will denn heute noch einen Diesel kaufen, wenn er damit nirgends fahren darf? Der Wiederverkaufspreis sinkt. In der Not werden diese Fahrzeuge daher in der Regel ins Ausland verkauft. Typischerweise nach Afrika.
Konsequenz für Deutschland: Wir erleiden Wertverluste, müssen in Neue Fahrzeuge investieren und in Afrika wird die Umwelt mit denselben Fahrzeugen weiterbelastet.
Wer Unternehmer ist kennt das: Meist wurschtelt man sich über den Monat und kommt am Ende auf Null - wenn überhaupt. In den ersten Monaten einer Existenzgründung ist man froh, wenn am Monatsende noch 10Euro auf dem Konto liegen. Die Neuanschaffung oder Aufrüstung des Betriebsfahrzeuges kann manchen die Existenz kosten. Die Gefährdung der Existenz eines Unternehmers gefährdet die Existenz von durchschnittlich 24 Mitarbeitern.
Deutschland ist am der globalen Umweltverschmutzung nur Minimal beteiligt! Was hier in Form von Ökopolitik durchgesetzt wird entspringt einer Haltung der Vernunft und hat vorbildhaften Charakter. Es wäre wünschenswert, wenn seitens des Staates einige Förderungen oder Entlastungen für Unternehmer eingeführt würden um diese Schockbelastungen zu puffern. In den letzten Jahren wurden die Deutschen mit dem Mehrwegpfand, der Benzinpreiserhöhung und nun mit den Ökozonen in Städten belastet.
Kalifornien will Trittin überholen
Schwarzenegger kündigte an bis zum Jahre 2020 einen Anteil von 33 % Erneuerbarer Energien in der Stromerzeugung Kaliforniens zu erreichen. Damit hat er die Ankündigung von Jürgen Trittin am 5. November 2003 übertroffen, der “nur” 20% Erneuerbare Energien in Deutschland bis 2020 angekündigt hat.
Überraschenderweise zeigt sich das Ruhrgebiet vorbildlich. Die Stadt Bochum hat gemeldet, dass die Stadt ab sofort nur noch Ökostrom bezieht. Bochum ist somit die erste Stadt, die ausschließlich auf Umweltstrom setzt.
Das Ende des Verbrennungsmotors
Die kürzlich im Silicon Valley gegründete Firma Tesla-Motors

hat das erste Elektrofahrzeug gebaut, das sich durchgesetzt hat. Die Fahrleistung des Fahrzeugs entspricht der eines herkömmlichen Verbrennungsmotors. Nur sind die Beschleunigungswerte um einiges besser. Das Fahrzeug hat nur zwei Gänge plus Rückwärtsgang. Der Tank besteht aus Lithium-Ionen Akkus, wie man diese aus mobilen Computern kennt. Dieses neuartige Konzept hat innerhalb einer Stadt eine größere Reichweite als auf der Autobahn. Dieses Fahrzeug gehört somit zu den Problemlösern dieser Zeit. Kein Energieverbrauch mehr an der Ampel. Der Motor geht einfach aus - ist ja ein Elektromotor. Kein Strom, kein Verbrauch, kein Leerlauf. Betankt wird das Fahrzeug mit Strom aus der Steckdose. Keine Emmissionen durch Verbrennungsmotoren. Betrachtet man die politische Entwicklung, so ist dieses Fahrzeug die beste Wahl. Es erhält das grüne Umweltsiegel, da 0% Emission. Betankt wird das Fahrzeug mit Strom. Das Ökoprofil des Fahrzeuges entspricht demnach dem Ökoprofil des Stromlieferanten. Hier kann der Staat Politik machen, das Fahrzeug wird davon nicht berührt. Gerade in Städten wie Bochum ist dieses Fahrzeug das erste Umweltfreundliche Fahrzeug der Welt.
Die erste Auflage des Fahrzeuges ist bereits ausverkauft und befindet sich in Produktion. Die ersten Fahrzeuge werden Ende 2009 auf der Straße zu sehen sein. Hiermit wurde technisch und politisch ein neues Zeitalter eingeleitet. Der Verbrennungsmotor ist sowohl technisch wie auch politisch überholt und wird seine Verwendung nur noch in Flugzeugen fristen.
Der Automobilhersteller Smart hat schnell geschaltet. Demnächst rollt ein 100% Elektro-Smart vom Fließband. Mehr über den Elektrosmart bei Heise.
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Januar 10th, 2008 at 04:06
Anmerkung: Die ökozone, die kindersicheren Feuerzeuge und andere Konzepte, die hierzulande umgesetzt werden entspringen der Feder des Euopaparlamentes. aus diesem Grunde folgt noch ein informativer Artikel zu den Zielen Europas!