Computerspiele: Das Hirnareal, das für Motivation zuständig ist, wird deutlich größer

In einem Interview der VDI-nachrichten (VDI-Nachrichten, 31. Juli 2009, Nr. 31) mit Herrn Prof. Hans Volker Bolay wird das Thema Computerspiele unter Analyse mit Kernspintomographen besprochen. Die Forschung brachte - für viele Spieler nicht überraschende - Ergebnisse zu Tage: “(wir) sind über die positiven Effekte ganz erstaunt. Wir können zum Beispiel deutlich messen, dass Spielen am PC Konzentrationsvermögen, Ehrgeiz und Motivation fördert. (…) Sie lernen vielmehr, wie man sich sicher auf virtuellen Oberflächen bewegt und das ist eine Qualifikation, die sie im Internetzeitalter jeden Tag brauchen werden. (…)

Was aber viele nicht wissen: Die Schattengesellschaft, die sich vor allem bei Onlinespielen bildet, ist zwar eine virtuelle, aber die Spieler empfinden sie als verlässlich. Viele tauschen sich über ganz persönliche Probleme wie Krankheit oder Arbeitslosigkeit aus und erhalten Hilfestellungen von ihren Mitspielern. (…)

Menschen bekommen eine Leistungsbestätigung. 14- bis 17-Jährige Schüler haben uns berichtet, dass sie über das, was sie können, ein klares Feedback von ihrer Computergemeinschaft bekommen, von ihren Lehrern aber nicht. (…) Eltern sind in einer schwierigen Situation. Ihre Kinder sind ihnen technisch meilenweit voraus, wollen nicht kommunizieren und sie können sich in ihre Welt nicht hineinversetzen. Das genau müssen sie aber. (…) Dies gilt im Übrigen auch für die politisch verantwortlichen, die hohe Gartenzäune bauen wollen, sich mit der Materie aber nicht genügend auskennen. (…)”

(via VDI-nachrichten, Dieses Interview kann in voller Länge den VDI-Nachrichten, Ausgabe Nr. 31 nachgelesen werden. Vielen Dank.)

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