Mach es doch selbst!

praktikantImmer mehr Menschen erleben, dass gewisse Arbeitsplätze schwinden. Vor allem aber die Generation Praktikum muss feststellen, dass Bemühungen um ein schönes “Bewerbungsprofil” in die Sackgasse des “Ausgenutzt werden” führen können. Sebastian Christ berichtet in seiner Geschichte über das Wesen der “Generation Praktikum”. “In der Kreativbranche wird sich so intensiv gedutst, dass es fast schon weh tut”. Der Leser erlebt nahezu Schmerzen beim Lesen. Viele erkennen sich selbst, andere können nur den Kopf schütteln. Als sich der Praktikant nun noch in eine Mitpraktikantin verliebt, befindet sich der Leser mit seiner Befindlichkeit schon jenseits des Mitleids. Ein Buch, das die Absurdität einer modernen Arbeitswelt mit “Lebenslauftuning” aufgreift. Viele Akademiker haben heute Schwierigkeiten einen Job zu bekommen. Die Wirtschaftskrise hat vielen MBA, BWL oder Studenten “wirtschaftlicher” Studiengänge den “Boden” unter den Füßen weggezogen. Viele Firmen setzen nun auf “Arbeitsmarkterfahrungen” und interessieren sich weniger für frische Akademiker. Immer mehr Menschen zieht es in die Selbständigkeit. Oft reißt den Menschen irgendwann der Geduldsfaden und man denkt sich: “Mach es doch selbst!” Als Freelancer betritt man dann die Kampfarena “Marktwirtschaft” und versucht selbst weiterzukommen - das Studium war ja auch ein Kampf. Warum nicht auch der Job?

Buchtipp: Christ, S.; “… und wünschen Ihnen für die Zukunft alles Gute. Ein Leben als Praktikant.”, Goldmann-Verlag.

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WŠhle Piraten!

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One Response to “Mach es doch selbst!”

  1. Michael Petrikowski Says:

    Sebastian Christ ist es gelungen einen Roman zu schreiben, der nicht nur unterhaltsam ist, sondern sich auch kritisch mit den Existenzängsten junger Akademiker auseinandersetzt. Flüssig und humorvoll geschrieben schildert der Autor die freiwillige Selbstausbeutung des Jan Hesse, der sicherlich nicht die Generation Praktikum widerspiegelt. Denn letztendlich muss jeder seine eigene Entscheidung treffen. Ein Buch nicht nur für Studenten in ähnlichen Situationen, sondern auch für Interessierte und Chefs, die sich ein Bild aus der Sicht eines Praktikanten machen möchten.

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