Inbetweenpeople

Die Überschrift beschreibt einen Begriff, den ich mir selbst ausgedacht habe. Ich habe es mir weniger ausgedacht, als mehr beobachtet. Und wenn ein Mensch etwas sieht, das keinen Namen hat, so benennt man es halt. Möglicherweise gibt es bereits einen Begriff dafür. Den habe ich aber nicht gefunden.

Wie kommt es zu diesem Beitrag?

Eine Künstlerin inspiriert

Am 9. November 2007 hat die Künstlerin und Designerin Yang Liu an der RWTH Aachen die Plakatausstellung “Ost trifft West” gezeigt. (http://www.yangliudesign.com) Sie zeigt in ihrer faszinierenden Ausstellung - in Form einfacher Piktogramme - die Unterschiede zwischen der Deutschen und der Chinesischen Kultur.

Yang Liu wurde 1976 in Beijing (Peking), China geboren. Seit 1990 lebt sie in Deutschland. Sie lebte also 14 Jahre in China und lebt nun (heute) seit 17 Jahren in Deutschland. Vergleicht man die Lebensjahre in beiden Ländern, wird sehr schnell klar, dass sie die eine Hälfte ihres Lebens in China verbrachte und die andere Hälfte in Deutschland. Aufgrund dieser einzigartigen Lebenserfahrung ist es Yang Liu möglich beide Kulturen zu kennen. In ihrer Atemberaubenden Ausstellung stellt Liu in Form einfacher Piktogramme die Unterschiede beider Kulturen dar. Diese Bilder zu sehen lohnt sich, denn Sie ermöglicht es nicht nur in die Denkweise der Chinesischen Kultur einzutauchen, sondern zeigt auch uns Deutschen, wie wir eigentlich sind. Der Besuch ihrer Internetseite lohnt sich daher allemal.

Aber betrachten wir Russlanddeutsche, Schlesier, Kinder von Türken, die in der zweiten Generation hier leben. Und verallgemeinern wir diese Situationen auf die ganze Welt. Dann wird schnell klar, dass es sehr viele Menschen auf diesem Planeten gibt, die ein ähnliches Schicksal, wie Yang Liu teilen; Sie sind nirgendwo wirklich zu Hause, alsmehr überall, oder besser noch: dazwischen. Sie kennen die eine Kultur, aber auch die andere Kultur. Und beide Kulturen sind ihr zu Hause.

Das wahre zu Hause liegt aber dazwischen!

Und weil diese Person beide Kulturen kennt, ist es schwierig eine Person zu finden, die
dasselbe Lebensgefühl hat und ähnlich denkt. Denn alle Menschen, die zwei Kulturen erlebt und (vor allem) gelebt haben, sind dem Planeten, den Menschen viel näher, als einem Land oder einem Ort. Diese Menschen kennen die Konflikte zwischen Familienkultur und einheimischer Kultur. Es sind die Lebensarten, die unterschiedlich sind und dennoch den Wahrnehmungshorizont erweitern.

Menschen, wie Yang Liu, werden täglich mehr. Nicht zuletzt durch den Wunsch vieler Arbeitgeber, die sich einen Auslandsaufenthalt der Schüler und Studenten wünschen. Und wer einmal ein Erasmus-Jahr erlebt hat und von der Reise zurückkehrt, kennt das Gefühl - eine Leere, eine Sehnsucht wieder zurückzukehren in das andere Land, wieder Menschen zu treffen, die dieses Lebensgefühl kennen.

Wer einmal in zwei verschiedenen Ländern gelebt hat, ist fürs Leben geprägt.

Menschen erleben unseren Planeten, die Kulturen und die Welt dazwischen. Und die Welt dazwischen; das sind wir! Eine eigene Kultur. Eine Kultur, der globalen Persönlichkeiten, eine Kultur der “Dazwischenpersonen”. Eine Kultur, die Ich kurz: “Inbetweenpeople” nenne.

Wir leben in einem neuen Zeitalter, denn “Inbetweenpeople” werden immer mehr!

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WŠhle Piraten!

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