Die Zeitenwende beginnt

Politiker begreifen nicht mehr was um sie herum geschieht - mitten im digitalen Zeitalter. Und nun kündigt sich der lange überfällige “Klassenkampf” an. Ein Generationenkonflikt entlädt sich auf allen Ebenen.

In den westlichen Staaten fordert man eine umfassende Reform des Urheberrechts. Der Arbeitsmarkt steht im Wandel. Entrepeneure entdecken neue Arten der Unternehmenskultur. Die Angestellten und Mitarbeiter werden immer stärker in den Betriebsprozess mit eingebunden. Angenehme Arbeitsumgebungen schaffen neue Kreativität. In der Wissenschaft geschieht ebenfalls viel: Im Maschinenbau sind vollautomatische Produktionsanlagen zu erwarten. Die Roboter kommen. Immer mehr Menschen interessieren sich für die knuffigen kleinen Flitzer im Wohnzimmer. Der Selbstbau auf hohem Niveau nimmt zu. Physiker suchen nach dem berühmten Higgs-Teilchen. Existiert das Teilchen, so hat die Physik ein neues Modell um Masse zu beschreiben. Diesem Modell zu Folge ist Masse keine Eigenschaft einzelner Teilchen, sondern stellt eine Wechselwirkung mit dem so-genannten Higgs-Feld dar. Der größte von Menschen gebaute Apparat, der Teilchenbeschleuniger CERN, soll dieses Teilen auffindbar machen. Finden Physiker das Higgs-Teilchen, verändert sich unsere Sicht auf die Physik nachhaltig. Gesellschaftlich kulturell beobachtet man einen Trend zur Bürgergesellschaft. Der Bürger erhält durch das Internet und direkte Teilnahme am demokratischen Prozess mehr Macht. Ein Staatsmodell bei dem die Macht direkter vom Bürger ausgeht scheint machbar. Der Arbeitsmarkt verändert sich. Unternehmen passen sich immer mehr den individuellen Bedürfnissen an. Die Produktivität hat aufgrund des Erfolges unserer Marktwirtschaft ein ungekanntes Maximum erreicht.

Nun zeichnet sich ab, dass unsere Gesellschaft auf eine höhere Organisationsebene hinstrebt. Ein neues Zeitalter zeichnet sich sinngemäß ab. Unsere Hochkultur verfügt über Errungenschaften, die es in der aufgezeichneten Menschheitsgeschichte nie zuvor gab. Wir können dem lebenden Menschen ins Gehirn schauen, verfügen über Maschinen, die uns das Fliegen ermöglichen, und können innerhalb kürzester Zeit mit beliebigen Menschen auf diesem Planeten kommunizieren. Obwohl wir in einer der größten Hochkulturen leben, zeichnet sich eine große Veränderung für uns alle ab. Unser jetzt schon hochwertiges Organisationsmodell scheint von einem Organisationsmodell auf noch höherer Ebene abgelöst zu werden. Dieser Wandel, der sich in diesen Tagen abzeichnet, dürfte innerhalb von drei Jahren, also bis 2012, seinen Höhepunkt erreichen. Dann sollten die neuen Strukturen etabliert sein. Das “Was” bleibt - wir machen weiter, wie bisher. Doch das “Wie” ändert sich. Wie wir unseren Strom erzeugen ist eine neue große Frage. Wie wir arbeiten werden befindet sich derzeitig im gesellschaftlichen Diskurs. Wie wir in Gemeinschaft leben werden erleben wir in nächster Zeit. Wie sehen wir die Welt und die Grundlagen der Wissenschaft. All dies steht auf dem Prüfstand und soll durch neue Modelle ersetzt werden. Darf man Stephen Wolfram, dem Erschaffer von Mathematica, glauben, dann hat auch die klassische Mathematik bald ausgedient. In seinem Werk “A new kind of Science” beschreibt er eine mathematische Herangehensweise durch so genannte Zelluläre Automaten.

Fassen wir all dies zusammen, erwarten uns bis 2012 drei große neue Errungenschaften in der Wissenschaft, zwei neue Errungenschaften im gesellschaftlich-kulturellen Bereich und zwei neue Errungenschaften in Politik und Ökonomie. Dieser Wandel ist in vollem Gange. Und wir spüren diesen Wandel. Wir spüren diesen Wandel, weil er im vollen Gange ist und unser tägliches Leben spürbar beeinflusst. Und wir können bald Bergfest feiern, denn die neuen Strukturen festigen sich bereits und setzen sich mehr und mehr durch. Wer also im Geiste noch nicht auf die neuen Modelle umgestiegen ist, für den wird es dringend Zeit umzudenken und die Veränderungen wahrzunehmen. Denn das “Neue” ist unser alltägliches “morgen”.

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