Maschinen sollten für uns arbeiten.
Teil 1 Autobahn
Mal wieder ein Artikel zum Thema “was soll das?”. Es fängt damit an, das ein Kollege von mir auf der Autobahn 55km/h zu schnell gefahren ist. Auf der Strecke gab es kein Geschwindigkeitslimit, dann die Schilderfolge 120, 80, 60, Blitz! Für diesen Spaß musste er ca. 300Eur bezahlen. Und jetzt müssen noch Fahrstunden im Wert von 500Eur nachgeholt werden. Viel schlimmer noch als der Preis sind die blöden überflüssigen Fahrstunden, die unnötig Zeit kosten. Man hat doch nicht das Fahren verlernt, nur weil man nicht schnell genug gebremst hat! Das ist dem Knipskasten aber scheiß egal. Geschwindigkeit Messen -> 10% drauf -> Grenze überschritten -> ein Leben wird zur Hölle gemacht. Man hat ja mittlerweile Angst sich ans Steuer zu setzen, weil jedes Tippeln mit dem Gaspedal direkt 800Euro kosten kann. Und was sind schon 55km/h auf der Autobahn? In der Stadt kann ich solche Maßnahmen ja nachvollziehen - aber auf der Autobahn?
Und dann gibt es da noch diesen blödsinnigen Idiotentest. Man hat seinen Führerschein, fährt seit über 10 Jahren Auto, hat die Routine. Wenn man mal bei Rot über die Ampel fährt, dann doch nicht, weil man spontan den Verstand verloren hat! Man fährt bei Rot über die Ampel, wenn es Dunkelgrün, Rotorange, oder was auch immer ist. Man fährt bei Rot über die Ampel wenn es nicht anders geht, man fährt bei Rot über die Ampel, wenn man sie nicht gesehen hat, man fährt bei Rot über die Ampel wenn es ein Notfall ist!
Alles ist schön und gut. Das Leben ist locker und flockig. Und da kommt dann dieser kleine fiese dreckige hässliche Apparat, blendet einen mit orangenem Licht, erstellt ein vollkommen überteuertes Foto und auf einmal findet man sich in George Orwells Welt wieder; Psychotests, Menschen hinter genormten Schreibtischen, die den Anschein machen man habe ihnen sämtliche Emotionen aberzogen. Man muss alberne Formulare ausfüllen und idiotische Fragen beantworten. Und diese Tests sind meiner Meinung nach noch idiotischer als der schlechteste Autofahrer!
Wir haben Technologie. Wir könnten uns damit eine paradiesische Welt erschaffen - aber nein! Wir bauen die Maschinen um uns selbst zu ärgern. Und warum machen wir das? Keine Ahnung! Wir verwenden die Technik Auto. Menschen haben Angst vor Auto. Also bauen Menschen neue Technik. Technik wie Starenkasten um Auto zu kontrollieren. Ergebnis: Mensch verwendet Technik um Technik zu kontrollieren. Resultat: Der Mensch hat das Nachsehen.
Teil 2 - Politik und Internet
Und wir alle wissen mittlerweile, dass das Internet zu einer Kulturtechnologie geworden ist. Das Internet ist informativ, bunt, erlebnisreich und einfach nicht mehr aus unserer Welt zu denken.
Und da gibt es dann so Menschen, wie zum Beispiel Wolfgang Schäuble. Von unserem Herrn Schäuble nahm ich an, er hätte keine Ahnung vom Internet hat deshalb Angst vor dem Internet.
Dann wurde mir folgender Link zu einem mp3 zugeschickt, aud dem ich schliessen kann, dass unser Herr Schäuble nicht nur keine Ahnung vom Internet hat, sondern noch viel schlimmer, überhaupt keine Ahnung davon hat!
Man sollte Angst vor Menschen haben, die etwas Regeln und Kontrollieren wollen, wovon sie keine Ahnung haben und -viel schlimmer- noch Angst davor haben. Ich vermute dieser Herr glaubt etwas gutes zu machen. Und möchte sich einer Technologie bedienen, von der er noch viel weniger Ahnung als vom Internet hat: Trojaner, Computerviren. Und weil unser Lieblingspolitiker Angst vor dem Internet hat, bedient er sich sehr eifrig eben jenes Werkzeuges um es von öffentlichen Mitteln programmieren zu lassen.
Und jetzt nochmal zum Mitschreiben: Das Programmieren von Viren steht Weltweit unter Strafe! Das Verbreiten von schädlichen Programmen und Programmen die die Privatsphäre des einzelnen beschneiden ist durch das Datenschutzgesetz ausgeschlossen.
Und darüber hinaus soll ja noch alles biometrisch erfasst werden, Fingerabdrücke gespeichert werden - alles schön zentral. Und auch hier wieder das alte Szenario: Weil die Menschen Angst vor der (guten Kultur-)Technologie haben, verwenden sie (böse) Technologie um die gute Technologie zu beherrschen. Und weil diese Menschen keine Ahnung davon haben, haben sie Angst davor. Weil sie Angst davor haben, bekämpfen sie diese Technologie mit wirklich gefährlicher Technologie. Aber sie glauben die gefährliche Technologie ist gute Technologie.
Und was folgt als nächstes? Ganz einfach: Den Ärger, den wir heute mit den Radarfallen und Knipskästen haben, werden wir morgen mit Schäubles Viren, Würmern, Kakerlaken und Kameras haben. Jetzt werden nicht nur Autos fotografiert, wenn sie 10% zu schnell fahren, nein, jetzt werden wir alle fotografiert. Und es gibt dann ein Ticket, wenn wir furzen, eine n Idiotentest“Psychoberatung”, wenn wir gegen einen Baum pinkeln, einen Friseurtermin, wenn die Haare zu lang sind, so dass das Gesicht nicht mehr erkannt wird - und um 2012 herum bekommt jeder einen RFID-Chip implantiert, damit wir auch bloß das Richtige Einkaufen, in der Straßenbahn nicht Schwarz fahren und beim Überschreiten der Grenze standesamtlich verhaftet werden. Orwell, ich danke dir für dieses wunderbare Buch!
Und wer den Text bis hierhin nicht verstanden hat, betrachte folgende Analogie:
Wenn man keine Ahnung von etwas hat, bedeutet das nicht sofort, das es schlecht ist. Ein Beispiel. Erst gab es die Schallplatte. Man nahm den Plattenschpielerarm an dem die Nadel dran ist und lege das auf die Schallplatte. Heraus kommt Musik. Dann wurden CD’s erfunden. Und Ihr könnt mir ruhig glauben: Wenn man den Arm des Plattenspielers auf eine CD legt, kommt da nicht nur keine Musik raus - nein, die CD geht sogar davon kaputt!
Wenn man sich aber nur schlappe 10 Minuten Zeit nimmt, die Bedienungsanleitung zu lesen, stellt man auf einmal fest, dass die CD weniger rauscht, kinderleicht zu bedienen ist und einfach geil klingt, wenn man sie in den CD-Player steckt!
Die hier beschriebene CD sei nun das Internet. Und die Regierung versucht diese CD (das Internet) mit einem Schallplattenspieler abzuspielen. Weil das aber nicht geht, holen die eine Feile(Bundestrojaner) aus dem Keller und schruppen solange den Kunststoff von der CD, bis das Profil der kleinen Pits erscheint - in der Hoffnung da kommt Musik raus.
Das ist doch alles lächerlich!
Teil 3 - GEZ vs. YoutTube
Also ich bin es ja wirklich leid, dass die GEZ “unlauteren Wettbewerb” betreiben darf, weil es dafür ein Gesetz gibt. Aber das Thema haben wir ja bereits durch.
Wenn man aber mal bei YouTube reinschaut, sieht man, dass junge Menschen aus diesem Lande hochwertiges Programm produzieren - und zwar kostenlos! Und wir sind jetzt wirklich soweit, dass die inhaltliche Videoqualität von YouTube die Qualität der öffentlich Rechtlichen übertrumpft. Ich würde meine GEZ-Beiträge viel lieber den Jungs auf dem unten verlinkten Video geben, als es der längst überflüssigen GEZ in den Hals zu werfen.
Hier das versprochene Video:
[youtube:http://youtube.com/watch?v=rjLuPAEAJJg]
Zusammenfassung:
Lass niemals Leute über eine Technologie entscheiden, die keine Ahnung davon haben. Und wenn sie es tun, dann erlaube niemals, das diese Leute diese Technologie mit Technologien bekämpfen wovon sie keine Ahnung haben. Ansonsten droht uns die Radarfalle für Fußgänger (oh mann, ich freu mich schon: Eine Ansichtskarte aus Berlin bezahlt vom Steuerzahler mit anschließend kurzem Zwangsaufenthalt in der Gehirnwäscheabteilung des Ordnungsamtes wegen Druckentleerung gegen ein öffentliches Holzgewächs.)
Denkt immer daran. Maschinen und Technologie sind dafür da, das es uns durch deren Nutzung besser geht und wir Spaß damit haben. Dummerweise machen Menschen bei Einführung neuer Technologien immer den selben Fehler: Atom Entdeckt - erst Atombombe, dann Kraftwerk. Internet entdeckt - erst Panik, dann Viren, und danach kapieren sie, das die Welt mit Internet etwa dreimal größer ist als ohne.
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