Analogkäse - oder wenn Fett zu Käse wird
Neuerdings gibt es sogenannten Analogkäse. Dieser Käse wird aus Pflanzenfett hergestellt. Chemisch gehärtet und mit Aromen durch einen gewissen Prozess geschickt entsteht Gouda oder Emmentaler ähnlicher “Käse”. In Kiloverpackungen wird dieser Analogkäse angeboten. Ekelig ist daran nix. Der Analogkäse riecht wie Gouda, fühlt sich ähnlich an und ist im Grunde sowas wie elastische Margarine mit Käsegeschmack. Ungesund und Gesundheitsschädlich ist der Analogkäse ebenfalls nicht. Er besteht aus Pflanzenöl. Nur ist es eben kein Käse. Es ist keine Milch darin enthalten und auch kein Laab. Im Backofen wird der Analogkäse auch nicht knusprig und braun. In Restaurants oder beim Pizzalieferanten wird der “METRO-Käse” in großen Mengen verabreitet. Der Verbraucher ahnt nichts. Es riecht gleich, es schmeckt ähnlich und sieht aus wie immer. Nur ist es halt kein Käse. Auf der Verpackung muss der Käse entsprechend deklariert werden: “Analogkäse, aus Pflanzenfett”. Nur auf der gelieferten Pizza steht nicht, dass der Käse eben kein Käse ist.
Viele Menschen fragen sich ob Analogkäse ungesund sei. Diese Frage muss man differenziert angehen. Zunächst einmal eintspricht das Endergebnis geschmacklich in etwa echtem Käse. Ihm fehlen die als gesund befundenen Bestandteile der Milch. Aufgrund der industriellen Herstellung ist aber auch garantiert, dass keinerlei Arzneimittel, Impfstoffe oder chemische Futterbestandteile enthalten sind, die eventuell den Kühen verfüttert worden sind. Vor allem Menschen mit Laktoseallergie vertragen den “neuen” Käse viel besser, da keinerlei Laktoserückstände enthalten sind. Dem Analogkäse können künstliche Aromastoffe und Geschmacksverstärker begemengt werden. Qualitativ minderwertige Öle und das Härtungsverfahren könnten Gesundheitsrisiken haraufbeschwören. Dies hängt aber vom Hersteller und dem Verfahren ab. Im wesentlichen kann man Analogkäse mit Margarine vergleichen. Eine wirkliche gesundheitliche Bedrohung scheint von dieser Art des Käse nicht wirklich auszugehen. Es bleibt also Geschmacksache.
Kurz und knapp: Designfood
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