Surrealer Krieg
Das Kriege absurd sind, weiss zur Zeit jeder. Dennoch gibt es sie. Das Internet hat aber viel verändert. Damals schrieben die Soldaten Briefe nach Hause und berichteten von Ihrer Situation. Wie es der Bevölkerung im Kriegsgebiet geht, wusste man auch nur aus den Nachrichten. Und dort hörte man nur die landläufige Medienmeinung. War es der Freund, wurden sie bemitleidet. War es der Feind, so wurden sie verachtet.
Heute sieht es da etwas anders aus. Live aus dem Iraq-Krieg bloggen Soldaten, wie auch Iraqische Familien über ihre Zeit und ihr Schicksal.
Unter http://afamilyinbaghdad.blogspot.com/ kann man das Tagebuch einer Iraqischen Familie nachlesen. Teils sehr bewegend, teils auf arabisch.
Soldaten, die in den Gebieten stationiert sind schreiben über ihre Langeweile und ihre Gedanken und Angst. Unter http://blog.justanothersoldier.com/ kann man nachlesen, was ein Soldat im Iraq erlebt. Surreal sind die Ergebnisse dieser Art von Medienauftritt. Der Krieg wird so nur noch absurder und näher. Man kann beide Seiten lesen und sogar der Feind liest mit. Die Soldaten müssen aufpassen was sie schreiben, wenn sie nicht ihre Strategien oder Stellungen verraten wollen.
Ein sehr surreales Abenteuer. Ich hoffe, dass solche Arten der Berichterstattung dazu führen, dass Kriege irgendwann aufhören.
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