Open Source geht zu grunde! Von wegen!

Silicon Valley Beobachter, Autor und Entrepreneur Andrew Keen ist der Meinung, dass die Wirtschaftskrise und die nun einsetzende Rezession und darauf folgende Massenarbeitslosigkeit das Ende von Open Source und Freien Inhalten bedeuten soll.

Diese Meinung Andrew Keens mag aus klassischer Wirtschaftsdenkweise realistisch erscheinen, doch betrachtet man zunächst die Ursachen der Wirtschaftskrise, so ergibt sich das genau umgekehrte Bild. Zinsen, Zinseszinsen und wilkürliche Preissysteme (Cellphone for free, subscibe only this contract) sorgten für eine Wirtschaftskrise. Geldpotenzierung und Erzeugung von Werten ohne Gegenwert, die gegen reale Güter getauscht werden entsprechen langfristig einer Enteignung.

Open Source hingegen lebt vom Machen was ich wirklich wirklich will. Man beteiligt sich nur dann an der Entwicklung, wenn das Projekt interessant erscheint. interessiert sich keiner dafür, so stirbt das Projekt. Vom Ablauf her entsprechen die Strukturen und die Arbeitsverteilung der neoliberalen Wirtschaftstheorie der “invisible Hand”. Uninteressante Projekte gehen pleite, Interessante Projekte werden gefördert. Da kein abstraktes Tauschmittel dazwischensteht, ist es auch nicht möglich das “Abstraktum” zu sammeln, oder Gegenwertlos weiter zu veräußern.

Die aktuelle Wirtschaftssituation basiert derzeit auf “jemandem etwas andrehen”. Man möchte den Kunden etwas aufschwatzen. Die eigene Meinung und Wahlfreiheit wird von überteuerter Werbung und nutzlosen Geschenken überdröhnt. Sobald Kunden aber das Vertrauen in etablierte Finanzsysteme verloren haben, sobald diese an der Funktion der Staaten und der Wirtschafts- und Finanzsysteme zweifeln, werden Personen nach eben dieser globalen “Nachbarschaftshilfe” suchen, die Open Source genannt wird. In der Krise hilft man sich gegenseitig. Da tauscht man Leistung gegen Leistung. Meines erachtens erfährt open Source demnächst eine Rennissance, denn mit angeschlagenem Geldbeutel kann man sich Luxus nur noch durch Selbstbau und Teamwork erwerben - eben das ist Open Source.

Dieser Beitrag ist eine Reaktion auf den Gulli-Artikel hier.

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WŠhle Piraten!

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