Journey to the End of the Night

runnerAus San Francisco stammt ein episches Stadtspiel, das seinesgleichen sucht. Es trägt den Namen “Journey to the End of the Night”. Jäger (Chaser) und Läufer (Runner) laufen durch die Stadt. Es ist eine Schnitzeljagt für Erwachsene. Die Runner bekommen eine Armbinde und müssen entlang einer Strecke von knapp 10km Länge zehn Checkpoints ablaufen. Dabei sind ihnen die Chaser, die eine andere Farbe als Armband haben, auf der Spur. Wird ein Runner (z.B. durch Tipp auf die Schulter) gefangen, so erhält der Chaser dessen Armbinde als Tropäe. Der Runner wird nun selbst zum Chaser und muss die anderen Fangen. So ergeht der Spielverlauf, dass immer mehr Chaser unterwegs sind. Ziel des Spieles ist es ans Ziel zu gelangen, ohne gefangen worden zu sein. An jedem Checkpoint und im ÖPNV herrschen sogenannte Savezones. Dort darf man sich ausruhen, man darf nicht gefangen werden.

Das Spiel wurde in San Francisco erfunden und steht under einer Creative-Commons Lizenz. Es wurde bereits in den Städten Chicago, Washington DC, Manhattan, Brooklyn, London und Wien gespielt. Nun hat es der Förderverein euregionale Digitalkultur (kurz FeD e.V.) geschafft das Spiel nach Deutschland zu holen. Am 17. Oktober 2009 findet die “Journey to the End of the Night” in Aachen statt. Dieses mal wird das Spiel aber etwas anders als sonst. Das Metalab aus Wien und der FeD e.V. aus Aachen spielen das Spiel gemeinsam in Städtepartnerschaft. Unterschiedliche Vereine, die sowohl in Wien als auch in Aachen tätig sind haben sich zu einer Kooperation zusammengeschlossen und übertragen sich das Spiel per Videokonferenz öffentlich in die jeweils andere Stadt. Das Event verspricht derart interessant zu sein, dass bereits die Lokalmedien Interesse zeigen.

Nähere Details sind zu finden unter:
http://0che.de
http://journey.fedev.de
http://metalab.at

September 30th, 2009 by BuzzMachine | 1 Comment »

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Wähle Piraten!

Selbstgemacht: Biogemüse - aus dem Wohnzimmer

window-farmsDie Zeiten ändern sich. Und man kann heute vieles auf hohem Niveau selbst machen. Der Philosoph Frithjof Bergmann schrieb in seinem Buch “Neue Arbeit, neue kultur” über den Wandel in unserer Zeit. Der von ihm gegründete Verein “new work new culture” empfiehlt “vertikale Gärten” in denen man auf kleinstem Raum viel Grün ziehen kann.

Auf ggrow (link: ggrow.de) wird nun eine alternative für zu Hause vorgestellt: Window-Farming. Man zieht mit Plastikflaschen und einem Fenster ein komplettes Sortiment an Gemüse und Kräutern. Der Raum wird vollkommen genutzt. Bio-Food aus dem Wohnzimmerfenster.

(via ggrow, thx)

August 19th, 2009 by BuzzMachine | No Comments »

Wahlkampf: Bedingungsloses Grundeinkommen jetzt wählbar

Dieser Wahlkampf ist zur Zeit sehr stark von der Teilnahme im Internet geprägt. Aber nicht nur Parteien nutzen diese Platform für sich. Man kann das Projekt “Deutschland sucht den BGA-Kandidaten” als “Pseudopartei” verstehen. Bundesweit engagieren sich viele Direktkandidaten - unter anderem Susanne Wiest (siehe arbeitzwonull artikel) - für die Einführung des “Bedingungslosen Grundeinkommens”. Statt eine Partei zu wählen, können Wähler jetzt Online aus einer Auswahl an Kanditaten ihren Vertreter für das Bürgergeld wählen. In Google Maps (G-Maps) kann man nachschauen, welcher Kandidat für das Bedingungslose Grundeinkommen steht. So kann man nun auch das Konzept “Bedingungsloses Grundeinkommen” wählen, ohne sich für eine Partei entscheiden zu müssen.

Unter Deutschland sucht den BGA-Kandidaten kann man das G-Map Spiel spielen. Eine Facebookbox informiert. Wähler und ihre Kandidaten können miteinander kommunizieren. Wer wissen möchte, wer in seinem Wahlkreis für das Bedingungslose Grundeinkommen in Frage kommt, kann einfach online nachschauen.

Arbeitzwonull unterstützt diese Aktion während des Wahlkampfes durch Einbinden der Facebookbox.

Telepolis berichtete über diese Aktion und nannte es No-Budget Wahlkampf.

(via Telepolis und Thomas. Vielen Dank)

August 18th, 2009 by BuzzMachine | 1 Comment »

E-Mail: Happy Birthday E-Mail

Heute, am 3. August 2009 feiert die E-Mail ihren 25. Geburtstag. Es wurde heute vor 25 Jahren die erste E-Mail aus den USA an ein Deutsches Institut gesendet. Ursprünglich sollte diese Erfindung nur dem Wissenschaftsbetrieb dienen. Heute wissen wir, dass Betriebsprozesse vieler Unternehmen und das weit verbreitete Internet ohne E-mail nicht mehr möglich wären.

Wir feiern mit. Happy birthday E-Mail.

August 3rd, 2009 by BuzzMachine | 1 Comment »

Computerspiele: Das Hirnareal, das für Motivation zuständig ist, wird deutlich größer

In einem Interview der VDI-nachrichten (VDI-Nachrichten, 31. Juli 2009, Nr. 31) mit Herrn Prof. Hans Volker Bolay wird das Thema Computerspiele unter Analyse mit Kernspintomographen besprochen. Die Forschung brachte - für viele Spieler nicht überraschende - Ergebnisse zu Tage: “(wir) sind über die positiven Effekte ganz erstaunt. Wir können zum Beispiel deutlich messen, dass Spielen am PC Konzentrationsvermögen, Ehrgeiz und Motivation fördert. (…) Sie lernen vielmehr, wie man sich sicher auf virtuellen Oberflächen bewegt und das ist eine Qualifikation, die sie im Internetzeitalter jeden Tag brauchen werden. (…)

Was aber viele nicht wissen: Die Schattengesellschaft, die sich vor allem bei Onlinespielen bildet, ist zwar eine virtuelle, aber die Spieler empfinden sie als verlässlich. Viele tauschen sich über ganz persönliche Probleme wie Krankheit oder Arbeitslosigkeit aus und erhalten Hilfestellungen von ihren Mitspielern. (…)

Menschen bekommen eine Leistungsbestätigung. 14- bis 17-Jährige Schüler haben uns berichtet, dass sie über das, was sie können, ein klares Feedback von ihrer Computergemeinschaft bekommen, von ihren Lehrern aber nicht. (…) Eltern sind in einer schwierigen Situation. Ihre Kinder sind ihnen technisch meilenweit voraus, wollen nicht kommunizieren und sie können sich in ihre Welt nicht hineinversetzen. Das genau müssen sie aber. (…) Dies gilt im Übrigen auch für die politisch verantwortlichen, die hohe Gartenzäune bauen wollen, sich mit der Materie aber nicht genügend auskennen. (…)”

(via VDI-nachrichten, Dieses Interview kann in voller Länge den VDI-Nachrichten, Ausgabe Nr. 31 nachgelesen werden. Vielen Dank.)

August 3rd, 2009 by BuzzMachine | 1 Comment »

Arbeitswelt: Der Lebensstil der “Digital Natives” wird sich durchsetzen.

In Zukunft wird es mehr temporäre Teams und “Co-Working-Spaces” geben.

Gemäß einer Studie “Ultima Office. Bürovisionen” ergehen drei Trends:

- Wissen ist der Motor der Wirtschaft.
- der Arbeits- und Lebensstil der “Digital Natives” hält Einzug in Unternehmen.
- die wachsende Zahl selbständiger Projektarbeiter organisiert sich zunehmend in Co-Working-Spaces und temporären Teams.

Büros müssen Möglichkeiten für öffentliche Arbeit und Rückzug bieten. Abteilungsübergreifende Kommunikation muss gefördert werden. Andererseits müssen sich die Mitarbeiter zurückziehen können um konzentriert die eigene Arbeit erledigen zu können. Arbeitzwonull berichtete bereits über die Umsetung einer solchen Struktur (siehe Hallenprojekt)

(via redmark)

Juli 27th, 2009 by BuzzMachine | No Comments »

Gaia überwacht unsere Wirtschaft

Der “Kapitalismus” wirkt wie eine Weltanschauung. Die Wirtschaft als Prozess des Tauschens und Handelns wich einer Weltanschauung. Immer mehr - so kann man vermuten - soll unser Denken beeinflusst werden. Werbung wird von Psychologen begleitet. Immer punktgenauer wird das Konsumdiktat in unsere Köpfe gelegt. In Befragungen auf der Straße experimentieren Marktforscher mit den Passanten um noch präzisere Werbung zu schalten.

Der Kapitalismus hat sein Gesicht verändert. Als 1989 der Zusammenbruch des sozialistischen Lagers allgemein wie ein Triumph gefeiert wurde, entließ man die Marktwirtschaft mit einem Siegeszug in die Freiheit. Der Soziologe Niklas Luhmann wollte damals von keinem Sieg sprechen: Er meinte, man könne allenfalls und höchstens die Formulierung wagen, dass der Sozialismus früher als der Kapitalismus zusammengebrochen sei.

Der Kapitalismus, der dem Westen Jahrzehnte märchenhaften Wohlstandes beschert hat, wird heute mehr und mehr als Bedrohung wahrgenommen. Ausgerechnet Unternehmer sehen sich teils selbst als Opfer des Systems. Sie beteuern glaubwürdig, dass sie dem System des freien Marktes ausgeliefert und in ihren Entscheidungen ohne Spielraum seien. Sie wollen keine Massenentlassungen vornehmen, aber die Kapitalrendite fordere es; sie wollen keine Arbeitsplätze ins Ausland verlagern, aber die Konkurrenz erzwinge es.

Es scheint als müsse das System vor seiner eigenen Logik kapitulieren. Die Globalisierung führte zu der absurden Situation, dass die Marktwirtschaft scheinbar überstaatlich geworden ist. So wandern Unternehmen in Staaten aus, in denen andere Wirtschaftsbedingungen herrschen. Da Vollbeschäftigung und Wachstum als Voraussetzungen für einen gewissen Wohlstand erscheinen, passen die Staatsoberhäupter Gesetze und Richtlinien an - nicht selten zu Ungunsten der Konsumenten.

Globalisierung scheint zu einer überstaatlichen Wirtschaft geführt zu haben.

Die billigsten Produzenten eines reichen Landes konkurrieren mit den noch billigeren Produzenten der armen Länder.
Nehmen wir einmal an, der Kapitalismus sei wirklich ein System, das alles, was es den Menschen bringt, unausweichlich bringt – dann sähe es um seine Zukunftschancen schlecht aus.

Nehmen wir aber umgekehrt an, der Kapitalismus sei gar kein System und seine Zumutungen alles andere als zwangsläufig – was dann? Dann wäre die Rede von Systemzwängen bloße Ideologie. Diese “Ideologie” wird von den Verfechtern des freien Marktes und durch das Kapital selbst vorgetragen.

Gelten Marktgesetze wie Naturgesetze?

Man mag vermuten, die Regeln des Marktes seinen den Naturgesetzen, wie der Schwerkraft, ähnlich. Es sind aber in Wahrheit Regeln, die sich die Gesellschaft selbst gegeben hat. Regeln aber, die sich eine Gesellschaft gegeben hat, kann sie sich selbst wieder nehmen. Betrachtet man die Milliarden, die in Insolvente Banken gepumpt werden, so bekommt man das Gefühl, diese Maßnahmen seinen unausweichlich. Sich diesen Prozessen zu entziehen erscheint vielerorts unmöglich, da man die Marktregeln gerne mit Naturgesetzen vergleicht - unumgänglich.

Nimmt man Aussagen Hannah Arendts hinzu, so kommt man auf eine eigenartige Interpretation: Ihre klassischen Definition einer “totalitären Bewegung” lautet: ‘Eine Bewegung, die auf der Behauptung ewiger Gesetze aufbaut, nach denen sich die Zukunft vorhersagen lässt, ist das wesentliche Kennzeichen einer totalitären Bewegung’. Doch darf man in diesem Zusammenhang den Begriff “totalitär” verwenden? Gemäß Hannah Arendt muß man von “totalitär” sprechen, wenn wir es wirklich mit unumgänglichen Gesetzen zu tun haben. Es gibt aber nachvollziehbar viele Beispiele, die einer Unumgänglichkeit widersprechen. Und das sind eben gerade unsere Naturgesetze:

Innertialsysteme, Geschlossene Systeme und ihre Unumgänglichkeit

Nicht nur in der Schule lernt man, dass innerhalb geschlossener Systeme ein Gleichgewicht herrscht. Ein schönes Beispiel ist ein Segelschiff und ein Ventilator. Steht der Ventilator am Ufer, so kann es das Schiff antreiben. Der Wind bläst in die Segel und das Schiff bewegt sich vorwärts. Solange, bis der Wind das Segel nicht mehr erreichen kann. Steht der Ventilator aber auf dem Schiff, so geschieht nichts. Der Wind bläst in das Segel und will das Schiff vorwärts bewegen. Die angesaugte Luft aber erzeugt einen Unterdruck und wirkt dem erzeugten Wind entgegen. Die Summer aller Kräfte ist Null. Es geschieht nichts. Innerhalb eines geschlossenen Systemes also bringt der Aufwand nichts. Die Energie wird in ein Gleichgewicht der erzeugten Kräfte umgesetzt. Lediglich die erzeugte Wärme geht in die Umgebung ab. Wir sprechen hier von Verschwendung. Überträgt man dieses Beispiel auf die Martwirtschaft, sieht man eine analogie. In den Anfängen unseres wirtschaftlichen Handelns standen Städte in der Mitte der Betrachtungen. Schnell waren die Märkte innerhalb der Stadt übersättigt. Der Ventilator stand auf einmal nicht mehr am Ufer, sondern auf dem Schiff selbst. Nun versuchte man mit anderen Städten und Dörfern Handel zu betreiben. Nun stand der Ventilator in der Stadt, und gab Antrieb nach außen.

Dann wurden Binnenmärkte befriedigt. Das System war wieder in sich geschlossen. Man fing an zu exportieren. Man schuf sich einen weiteren Ventilator am Ufer. Nun betreibt man Marktwirtschaft global. Und immer mehr wird der globale Wirtschaftsraum zu einem geschlossenen System. Man forciert Massenkonsum. Doch die Nachfrage nimmt ab. Die Menschen haben ja fast schon alles. Jetzt werden die ärmsten Länder zu Produzenten und Konsumenten. Und immer mehr und mehr wird der gesamte Planet zu einem geschlossenen Wirtschaftssystem - mit allen Konsequenzen. Und Gaia schlägt zu: Das Klima verändert sich. Ressourcen werden langsam knapp. Alleine durch diese naturgegebenen Einschränkungen kann die Marktwirtschaft nicht unumgänglich sein, ist somit also auch nicht “totalitär”.

Nun stellt sich die Frage, warum der Kapitalismus, der in seiner bisherigen Geschichte nahezu ohne Einschüchterung und ideologische Heilsversprechungen auskam, auf seiner letzten Wegstrecke die Zuflucht zu groben Propagandalügen und utopischen Programmen suchen musste. Hat er also nun die Maske abgeworfen? Mit dem Zusammenbruch der Neuen Märkte 2000 und dem Angriff des islamischen Fundamentalismus auf das World Trade Center, also in dem Moment, in dem offenbar wurde, dass der Kapitalismus auch untergehen könnte, jedenfalls Feinde hat, innere wie äußere, denen mit gutem Zureden nicht beizukommen ist. Es wäre nicht das erste “imperiale System” in der Geschichte, das im Moment seiner Bedrohung bös’ und zu einer Gefahr für die zivilisierte Menschheit wurde.

Die wahre Bedrohung geht aber von der Mutter aller Mütter aus: Gaia. Denn unser Planet hat möglicherweise irgendwann genug von uns. Das uns beschützende und versorgende “drumherum”, unsere Umwelt, ist das Maß der Dinge. Und dem Diktat der Natur haben wir zwingend folge zu leisten. Denn unsere Kontinente sind letztlich nur Schiffe, die uns beherbergen. Und wenn wir unsere Schiffe zerrstören, werden wir sprichwörtlich untergehen.

Ervin Laszlo schreibt in seinem Buch “Das dritte Jahrtausend”: “Funde aus prähistorischer Zeit lassen darauf schließen, daß der Sauerstoffgehalt der unberührten Natur ungefähr 38 Prozent des Atmosphärenvolumens betrug. Dann sank der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre auf ca. 30 Prozent, was hauptsächlich auf die Nutzung des brennstoffes Kohle (…) zurückgeführt wird. (…) Heute liegt er weltweit zwischen 19 und 21 prozent und in Großstädten bei 12 bis 17 Prozent. (…) Es ist bekannt, dass menschliches Leben bei einem Sauerstoffgehalt von sechs bis sieben Prozent nicht mehr möglich ist. (…) Ein altes chinesisches Sprichwort warnt: Wenn wir nicht die Richtung ändern, werden wir wahrscheinlich genau dort ankommen, worauf wir zusteuerten (…) Einer der entscheidenden Unterschiede zwischen modernen und traditionellen Gesellschaften ist das Verhältnis zur Natur.

Mit den Worten von Ervin Laszlo möchte ich diesen Beitrag abschließen. Unsere Wirtschaft hat uns unbeschreiblichen Reichtum und Wohlstand beschert. Und noch immer ist diese Wirtschaft dazu in der Lage. Wollen wir in Zukunft von unseren Taten profitieren, haben wir keine andere Wahl, als die Natur in unsere wirtschaftlichen Aktivitäten mit einzubeziehen. Da in der Wirtschaft gerne in Zahlen gerechnet wird, solllten die Staaten den “Verbrauch” der Natur als Kosten auffassen. Idealisiert betrachtet würde das sogar dazu führen, dass gewisse Wirtschaftszweige dann Profit erwirtschaften, wenn sie ihr operatives Geschäfft einstellen.

Wohlstand ist philosophisch betrachtet unser Geburtsrecht - doch zu welchem Preis? Bewegt sich der Kapitalismus tatsächlich auf ein geschlossenes System zu? Der Planet ist endlich, daher trifft dies zu; also haben wir keine andere Wahl, als eine Dynamik innerhalb des Systemes zu schaffen - Recycling zum Beipsiel. Hier gilt aber: Unsere Bemühungen dürfen nicht mehr der Schaffung neuer Produkte gelten, sondern einer Dynamik zwischen Mensch, Natur und Wirtschaft. Zu erkennen, dass unser Wirtschaftssystem mehr und mehr zu einem geschlossenen System wird, eröffnet uns Möglichkeiten das Wirtschaftssystem geschickt zu erweitern um einen “anderen” Wohlstand für Gaia und uns alle zu erschaffen.

Juli 24th, 2009 by BuzzMachine | No Comments »

Mach es doch selbst!

praktikantImmer mehr Menschen erleben, dass gewisse Arbeitsplätze schwinden. Vor allem aber die Generation Praktikum muss feststellen, dass Bemühungen um ein schönes “Bewerbungsprofil” in die Sackgasse des “Ausgenutzt werden” führen können. Sebastian Christ berichtet in seiner Geschichte über das Wesen der “Generation Praktikum”. “In der Kreativbranche wird sich so intensiv gedutst, dass es fast schon weh tut”. Der Leser erlebt nahezu Schmerzen beim Lesen. Viele erkennen sich selbst, andere können nur den Kopf schütteln. Als sich der Praktikant nun noch in eine Mitpraktikantin verliebt, befindet sich der Leser mit seiner Befindlichkeit schon jenseits des Mitleids. Ein Buch, das die Absurdität einer modernen Arbeitswelt mit “Lebenslauftuning” aufgreift. Viele Akademiker haben heute Schwierigkeiten einen Job zu bekommen. Die Wirtschaftskrise hat vielen MBA, BWL oder Studenten “wirtschaftlicher” Studiengänge den “Boden” unter den Füßen weggezogen. Viele Firmen setzen nun auf “Arbeitsmarkterfahrungen” und interessieren sich weniger für frische Akademiker. Immer mehr Menschen zieht es in die Selbständigkeit. Oft reißt den Menschen irgendwann der Geduldsfaden und man denkt sich: “Mach es doch selbst!” Als Freelancer betritt man dann die Kampfarena “Marktwirtschaft” und versucht selbst weiterzukommen - das Studium war ja auch ein Kampf. Warum nicht auch der Job?

Buchtipp: Christ, S.; “… und wünschen Ihnen für die Zukunft alles Gute. Ein Leben als Praktikant.”, Goldmann-Verlag.

Juli 23rd, 2009 by BuzzMachine | 1 Comment »

Gema vs. iPod

Musikindustrie arbeitet nicht mit Geräteherstellern zusammen

Früher war es üblich, dass die Musikindustrie mit den Geräteherstellen Hand- in Hand geht. Heute scheint aber einges im argen zu liegen. Früher wurde Musik auf CD gepresst und Gerätehersteller verkauften CD-Player. Nun hat sich der Markt geändert. Für CD’s interessiert sich kaum noch jemand. Dafür verkaufen die Gerätehersteller mp3-Player oder man nimmt sich ein iPhone oder einen iPod. Die Gerätehersteller machen das was sie schon immer taten: Sie ersetzen veraltete Technik durch aktuelle und verkaufen diese. Nur die Musikbranche will nicht so recht. Statt die Musik in dem Format anzubieten, wie es die zeitgenössischen Abspielgeräte erfordern, gibt diese Branche lieber 23 Millionen Euro allein in Deutschland aus um Anwaltskosten zu bezahlen. Statt dem Kunden einen guten Service zu bieten, kriminalisiert man ihn. Komischerweise haben es die Gerätehersteller kapiert und überhaupt keine Probleme damit. Die Firma Apple ist Marktführer im Bereich mp3-player (iPod) und bietet im eigenen Online-Shop “iTunes-Store” auch Musik zum Einkaufen an. Die Musik kommt natürlich im kompatiblen Digitalformat und kann direkt auf den iPod oder das iPhone geladen werden. Beknackte Klingeltöne im Sinne von Jamba werden überflüssig. Die Kritik, man würde den Markt zerstören, macht keinen Sinn. Die Platte wurde von der CD verdrängt, die CD von der Festplatte und die Festplatte nun von SD-Karten oder Flash ROMs. Die Hersteller haben das erkannt. Und Distribution übernimmt heute der Kunde (über das Internet). CDs benötigt man eigentlich nicht mehr. Das müssen die Hersteller verstehen. Märkte waren schon immer so und werden immer so sein. Ist etwas veraltet, verschwindet es vom Markt und verschwindet in der Nische der Liebhaberei.

Musikmarkt = Drogenmarkt?

Es wird immer gerne damit argumentiert, der Musiker würde unter der aktuellen Situation leiden. Befragt man aber die Musiker, so sieht alles doch ganz anders aus. Man verdient heute halt mit Konzerten und Auftritten mehr Geld. Und betrachtet man Musik als solche, muss man auch die menschliche Psyche in Betracht ziehen. Studien belegen, dass Musik auf das Emotionszentrum wirkt. Musik ist also sehr nah an unserem Unterbewusstsein dran. Jugenderinnerungen, der erste Kuss, oder die Musik beim Abschlussball brennen sich in unser Gehirn ein, wie nichts anderes. Menschen haben sinngemäß das Recht auf Musik, da Musik im Gehirn verankert ist. Wenn die GEMA knallhart ihre Rechtepolitik weitertreiben würde, so müsste sie uns auch das Singen oder ein Liedchen pfeifen unter Gebühr stellen. Denn immerhin singen, summen und pfeifen wir unsere Lieblingssongs gerne mit. Unter diesem Gesichtspunkt verhält sich die Musikindustrie wie die Drogenmafia. Sie macht uns mit der Musik abhängig (Ohrwürmer, Liedchen pfeifen, Emotionen), verlangt dann viel zu viel Geld und verfolgt uns mit den “bösen Jungs”, wenn wir die Zeche nicht zahlen. Ja, es gibt auch ein Schutzgeldkonzept: Auf CD-Rohlinge, SD-Karten und viele andere Medien werden Abgaben aufgeschlagen um die GEMA mit Geld zu füttern. Nun will die GEMA auch Gebühren von Internetprovidern eintreiben.

Der bekannte US-amerikanische Rechtsprofessor Lawrence Lessig vergleicht die Machenschaften der Musikindustrie mit der damaligen Prohibition (mehr Infos auf Gulli). Die Kriminalisierung - so sagt er - führe eher dazu, dass Daten vermehrt illegal heruntergeladen würden. Der Kunde ist bereit für gewisse Leistungen zu bezahlen. Hier findet aber ein Krieg statt der dazu führte, dass ‘eine ganze Generation an Kindern heranwuchs, die denken, dass das Gesetz für den Arsch ist - und deshalb ignoriert werden muss.’

Hier sollte die Bevölkerung laut aufschreien, denn da versucht eine Branche tatsächlich sich in alltägliche Gegenstände und Produkte gebührenmäßig einzuschleichen, zieht aus allem Geld und behauptet im Umkehrschluss wir Kunden seien kriminell. Jedes “normale” Unternehmen würde innerhalb von Wochen Pleite machen, würde es seine Kunden so behandeln.

Liebe GEMA, liebe Musikverlage - so bitte nicht! Wir sind eure Kunden. Und wie jedes andere Unternehmen sollt ihr um uns buhlen.

Juli 17th, 2009 by BuzzMachine | No Comments »

“Neokapitalmunismus”

Open Source, eine Idee andere partizipieren zu lassen, ist so was wie Ehrenamt als Gesellschaftsmodell?
Nicht aber Gleichschaltung, sondern gleiches ermöglichen ist dabei das Motto. Nicht Persönlichkeitsgleichheit, sondern Zugangsgleichheit. Dies ist eine Mischung aus Kommunismus und Kapitalismus. Da eben nicht die Gleichheit, sondern der Individualismus im Vordergrund stehen,
kann man daraus den Begriff “Neokapitalmunismus” schöpfen.

Es ist eine neue Form der Massenproduktion denkbar. Wir produzieren Grundbausteine in Masse, so dass der Einzelne aus diesen Bausteinen etwas individuelles schaffen kann.

Juli 10th, 2009 by BuzzMachine | No Comments »